Panikschloss: Funktionen, Einbau und Reparatur in Wien

Von Zoran Petrović, Inhaber, über 25 Jahre Erfahrung mit Fenstern, Türen und Beschlägen · Aktualisiert: Oktober 2026

Ein Panikschloss sorgt dafür, dass sich eine Tür von innen immer mit einem Handgriff öffnen lässt, auch wenn sie von außen versperrt ist. Welche Funktion das Schloss haben muss, hängt davon ab, wie die Tür im Alltag genutzt wird. Hier erklären wir die Unterschiede, und wir bauen das passende Schloss in Ihre bestehende Tür ein.

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Aufbau

So funktioniert ein Panikschloss

Links ist die Tür versperrt: Falle und Riegel greifen in die Zarge. Rechts wird von innen die Panikstange gedrückt. Das Schloss zieht Falle und Riegel gleichzeitig zurück, und die Tür lässt sich in Fluchtrichtung aufdrücken, ohne Schlüssel und ohne Suchen.

VersperrtTür von innen gesehen, versperrt: Falle und Riegel greifen in das Schließblech der Zarge.Versperrt123456
Panikstange gedrücktDie Panikstange wird gedrückt, Falle und Riegel ziehen sich zurück, die Tür geht auf.Panikstange gedrücktdrückenTür geht auf,auch wenn versperrt war
  1. Panikstange oder Drücker: von innen jederzeit bedienbar, die Panikstange auch mit Ellbogen oder Hüfte.
  2. Schlosskasten mit Panikfunktion sitzt in der Tür. Er sorgt dafür, dass die Stange Falle und Riegel gemeinsam zurückzieht.
  3. Falle hält die Tür zu, solange niemand drückt.
  4. Riegel wird mit dem Schlüssel vorgesperrt. Bei einem selbstverriegelnden Schloss fährt er beim Zufallen von selbst aus.
  5. Zylinder mit Freilauf: Ein normaler Zylinder kann die Panikfunktion blockieren, deshalb braucht es einen Freilaufzylinder.
  6. Schließblech in der Zarge nimmt Falle und Riegel auf. Ist es verzogen oder verschmutzt, klemmt die Tür trotz intaktem Schloss.
Panikfunktionen

Funktion B, D und E im Vergleich

Von innen öffnen alle drei Funktionen jederzeit. Der Unterschied liegt darin, was von außen möglich ist.

BUmschaltfunktion

Mit dem Schlüssel schalten Sie den Außendrücker um: tagsüber kann jeder von außen hinein, abends ist der Außendrücker ohne Funktion.

Innen
Drücker öffnet immer
Außen
Drücker, per Schlüssel ein- oder ausgekuppelt
Typisch
Geschäfte, Lokale, Praxen mit Öffnungszeiten
DDurchgangsfunktion

Von beiden Seiten mit dem Drücker zu öffnen, solange nicht abgesperrt ist. Wird der Riegel mit dem Schlüssel vorgesperrt, bleibt die Tür von außen zu.

Innen
Drücker öffnet immer, auch bei vorgesperrtem Riegel
Außen
Drücker öffnet nur, wenn nicht abgesperrt
Typisch
Flure, Stiegenhaustüren, Türen innerhalb von Betrieben
EWechselfunktion

Außen sitzt ein fester Knauf oder ein feststehender Griff. Hinein kommt man nur mit dem Schlüssel, hinaus immer mit dem Drücker.

Innen
Drücker öffnet immer
Außen
Knauf, öffnen nur mit Schlüssel
Typisch
Haustore, Notausgänge, Keller- und Hoftüren

Selbstverriegelnde Panikschlösser

Bei einem normalen Panikschloss muss jemand am Abend absperren. Vergisst man das, steht die Tür die ganze Nacht offen. Ein selbstverriegelndes Panikschloss fährt den Riegel beim Zufallen der Tür von selbst aus. Die Tür ist damit automatisch versperrt, lässt sich von innen aber trotzdem jederzeit öffnen. Das ist ideal für Haustore, Hintereingänge und Notausgänge, bei denen man sich auf das Absperren nicht verlassen kann.

Elektrische und motorische Panikschlösser

Mit Motor- oder Elektroschloss lässt sich die Tür von außen per Code, Karte oder Gegensprechanlage öffnen. Die Panikfunktion von innen bleibt dabei immer erhalten. So verbinden Sie Zutrittskontrolle und Fluchtweg in einer Tür. Mit gängigen elektrischen und motorischen Systemen sind wir vertraut. Ob wir Ihr System betreuen können, klären wir vorab und beraten Sie, welche Lösung zu Ihrer Tür passt.

Der richtige Zylinder: mit Freilauf

Ein häufiger Fehler beim Nachrüsten: Im Panikschloss steckt ein gewöhnlicher Profilzylinder. Bleibt dessen Schließbart in der falschen Stellung stehen, kann er die Panikfunktion blockieren. In ein Panikschloss gehört deshalb ein Zylinder mit Freilauffunktion, der für Panikschlösser geeignet ist. Wir verwenden dafür Zylinder unserer Partner EVVA und DOM, passend zu Ihrer bestehenden Schließanlage.

Zweiflügelige Türen

Gehören bei einer zweiflügeligen Fluchttür beide Flügel zum Fluchtweg, braucht auch der Standflügel eine Panikfunktion, damit im Notfall beide aufgehen. Dafür gibt es Panikschlösser und Treibriegel für den Standflügel. Bei Brandschutztüren sorgt zusätzlich ein Schließfolgeregler dafür, dass die Flügel in der richtigen Reihenfolge schließen.

Was zu einem Panikverschluss gehört

Panikschloss als Einsteckschloss mit der passenden Funktion B, D oder E
Betätigung innen: Drücker oder Stoßplatte nach EN 179, Griff- oder Druckstange nach EN 1125
Garnitur außen: Drücker, Knauf oder Wechselgarnitur, oft mit Schutzbeschlag
Profilzylinder mit Freilauf, geeignet für Panikschlösser
Türschließer, damit die Tür sicher ins Schloss fällt

Schloss, Beschlag und Betätigung müssen als geprüfte Kombination zusammenpassen. Wir achten darauf, dass nur zugelassene Teile miteinander verbaut werden, bei Brandschutztüren nur solche, die für diese Tür zugelassen sind.

Partner für Panik- und Fluchttürtechnik Wir arbeiten mit ASSA ABLOY, EVVA, DOM, ABUS und GEGE zusammen und bauen Panikschlösser, Panikstangen und Zylinder fachgerecht ein.
Zur Umrüstung von Fluchtwegtüren
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